Texte zur Wallfahrt 2014 − "Unfassbar"

Impulse zum Rosenkranz

Die freudenreichen Geheimnisse

1. Gesätz: ...den du, o Jungfrau, vom Heiligen Geist empfangen hast
Vom Heiligen Geist empfangen – Gott will in unsere Welt kommen. Dazu müssen wir Menschen nichts dazu tun. Das ist nicht in unserer Macht. Gottes großes Geheimnis kommt zu uns. Allein Ja sagen müssen wir noch – an das große Mysterium glauben und es in unsere Herzen lassen.

2. Gesätz: ...den du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast
Maria macht sich auf den Weg. Sie kann nicht ruhig zuhause sitzen. Gott hat sie so sehr bewegt. Sie muss sich jemandem anvertrauen – ein Gespräch unter Frauen soll Verstehen bringen. Weil Gottes übergroße Liebe zu seinen Kindern Verstehen übersteigt.

3. Gesätz: ...den du o Jungfrau geboren hast
Viel Arbeit für die Engel. Überall müssen Sie das in Worte fassen, was nicht in Worte fassbar ist. Ist nicht eine normale Geburt schon Wunder genug? Die Geburt des Retters der Welt muss herausposaunt werden.

4. Gesätz: ...den du o Jungfrau im Tempel aufgeopfert hast
Geboren – gestillt – und schon wieder verloren? Eine Wallfahrt birgt immer auch Risiken. Ich kann mich verlieren, aber Gott verlieren? Oder ist Gott doch so geheimnisvoll, dass er missverstanden wird? Wir müssen uns auf die Suche machen.

5. Gesätz: ... den du o Jungfrau im Tempel wiedergefunden hast
Heureka! Gefunden! Jubel! Aber ihr wisst doch, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist. Kennt ihr mich denn noch gar nicht. Setzt euch, ich erkläre es euch. Ich habe Worte vom Vater für euch.

Die schmerzhaften Geheimnisse

1. Gesätz: ... der für uns Blut geschwitzt hat
In Sorge um uns, in aufopferungsvoller Hingabe für uns, um uns von den verdienten Strafen für unsere Ungerechtigkeit, unser falsches Handeln und unsere Selbstsucht zu erlösen – bis zur Selbstaufgabe setzt Jesus sich für uns ein. Schon wenn wir nur einen ersten Schritt in diese Richtung machen, kann unser Miteinander dadurch warm und herzlich werden.

2. Gesätz: ... der für uns gegeißelt worden ist
Was erlauben die sich eigentlich? Wie kommen sie dazu, einen Unschuldigen zu geißeln? Und wir lassen es Jesus für uns aushalten – weil wir nicht anders können? Oder weil wir noch nicht einmal wollen? Fehlt uns der Mut oder ist es uns einfach nur nicht wichtig genug? Soll er da doch jetzt durch, irgendjemanden trifft es immer.

3. Gesätz: ... der für uns mit Dornen gekrönt worden ist
Und dann setzen die Soldaten ihrem Treiben im wahrsten Sinne des Wortes „die Krone auf“, lachen den Gequälten aus und erniedrigen ihn. Es ist ein himmelschreiender Frevel! Heutzutage, mögen wir denken, kann so eine Ungeheuerlichkeit nicht mehr passieren. Und doch sehen wir beinahe täglich zu, wie unschuldige Mitmenschen zu Unrecht gequält werden. Jede kleinste Geste, um solche Vergehen zu verhindern, hilft und ist ihren Einsatz wert.

4. Gesätz: ... der für uns das schwere Kreuz getragen hat
Jesus nimmt das Kreuz aller auf seine Schultern. Er nimmt eine für uns unvorstellbare Last auf sich um unseretwillen. Eine unmögliche Aufgabe? Mit Gottes Hilfe nicht. Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. (vgl. Lukas 18, 27) Mit und im Vertrauen auf Gott können wir auch unmöglich scheinende Herausforderungen bewältigen. “

5. Gesätz: ... der für uns gekreuzigt worden ist
Jesus hat den Kelch getrunken, den sein Vater ihm gegeben hat. Er hat die Qualen ausgehalten bis zum bitteren Ende, bis zum Tod. Unglaublich, unfassbar ist dieser Beweis von Gottes Liebe zu uns. Und was machen wir daraus? Wie begegnen wir dieser unendlichen Liebe Gottes?


Gottesdienst

Eingangslied:
Nun Brüder sind wir frohgemut
Nun Brüder sind wir frohgemut (Strophen)

Zwischenruf zum Kyrie:
Kyrieruf

Gloria:
Herr, Gott im Himmel, Dir sei Ehre

Lesung

Zwischengesang:
Mir nach, spricht Christus, unser Held

Halleluja:
Halleluja

Evangelium

Glaubensbekenntnis:

V: An Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöfer des Himmels und der Erde.

A: Ich glaube...

V: Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist. Geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

A: Ich glaube...

V: An den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

A: Ich glaube...

Fürbitten:
Herr, erhöre uns

zur Gabenbereitung:
Herr, unser Herr, wie bist du zugegen

Sanctus:
Sanctus, sanctus, sanctus Dominus

Agnus Dei:
So ist Versöhnung

Danklied:
Und ein neuer Morgen

Auszug:
Segne du Maria
Segne du Maria (Strophen)


Kreuzweg

1. Station: Jesus wird zum Tode verurteilt

V.: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich
A.: Denn durch dein Heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst

V.: Da steht er nun!
Der König der Welten!
Allein!
Allein vor Pilatus, allein vor seinem Richter!

Noch vor einer Woche wird er begeistert empfangen, hofiert, gefeiert!
Menschen, Bekannte, enge Freunde sind an seiner Seite, stehen zu ihm!
Eine scheinbar heile Welt!

Und dann?

Dann ändert sich alles!
Für vierzig Silberstücke verraten und verkauft von einem Freund.
Unfassbar!
Ein Freund bringt den anderen vor den Richterstuhl, von dem nur ein Urteil vollstreckt werden kann.
Drastisch!
Unfassbar!

Der Richter steht da, zweifelt an dem von ihm erwarteten Urteil, hadert!
Und schließlich beugt er sich doch dem Druck der Masse.
Unfassbar?

Die meisten von uns können diesen Verrat des Freundes, welcher schließlich zum Tode führt, nicht nachvollziehen, nicht fassen. Ein Partner, ein echter Freund sollte doch bedingungslos zu einem stehen?!

Auch wir haben Freunde, Bekannte, Mitmenschen und Beziehungen.
Doch enttäuschen wir nicht auch manchmal hier?
Durch Entscheidungen
Durch unaufrichtiges Handeln
Durch Gleichgültigkeit und Eigennutz
Durch Fehlendes Rückgrat

Verraten wir dadurch nicht vielleicht auch ein wenig unseren Nächsten?

A.: Herr Jesus Christus, Du wurdest von einem deiner Freunde verraten und darauf zum Tode verurteilt. Hilf uns im Umgang mit unseren Mitmenschen. Gib uns den Mut und die Kraft, verantwortungs-voll Freundschaften zu pflegen und unseren Nächsten gegenüber aufrichtig zu handeln. Zeige uns deinen Weg der Nächstenliebe und hilf uns, ihn auch zu beschreiten! Amen.


4. Station: Jesus begegnet seiner Mutter

V.: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich
A.: Denn durch dein Heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst

V.: Endlich ein vertrautes Gesicht. Liebe und Angst begegnen sich in diesem Augenblick des gegenseitigen Erkennens. Wie steht es um dich, mein Kind, wie kann ich dir helfen? Lass mich dir diese Last abnehmen. Ich verarzte dich… alles wird wieder gut… mein Junge, mein kleiner Junge… Mama, hilf mir, wie soll ich es allein schaffen... ich brauche dich...
Nach dem ersten Augenblick der Hilflosigkeit und der Angst, nach dem kurzen Augenblick der mütterlichen wie auch kindlichen Liebe überragt die Wirklichkeit, der Schmutz, die höhnenden Worte der Passanten und der Schaulustigen, das Gewicht des schweren Kreuzes. Sicherlich reißt sich Jesus nun zusammen, er möchte seiner Mutter den Schmerz ersparen… er wird gefasster, cooler, vielleicht, nein: ganz sicher! Wird schon alles werden, Mutter, hab Vertrauen, glaube an den Vater, er wird es richten… wir müssen nur zielstrebig und zuversichtlich den Weg gehen, der für mich bestimmt ist… ich schaffe es schon… keine Sorge… alles wird gut!

Für Mütter und natürlich auch Väter gibt es nichts schlimmeres, als das eigene Kind leiden zu sehen und nicht helfen zu können. Daraus formiert sich Wut, Trauer und auch Aggression. Wieso er? Wieso nicht ich? Komm, Herr, nimm mich, ich bin bereit für ihn zu leiden und zu sterben. Wieso hörst du meine Bitte nicht? Was hat er dir getan, dass du ein solch hartes Los für ihn erwählt hast? Maria muss sich dem Willen Gottes beugen. Ihr Kind, ihr Junge, zieht vorbei, schleppt sich mehr als dass er läuft. Maria ist in ihrem Schmerz gefangen obgleich sie sehr genau ahnt wohin die Reise geht und was ihren Sohn nach seinem schmerzhaften Weg in den Tod erwartet. Unfassbar ist nicht nur ihr Schmerz, bodenlos ihre Trauer, schockierend die äußeren Umstände, unerhört die Beschimpfungen, namenlos ihre Wut. Unfassbar ist auch der Wille Gottes, unbegreiflich seine Stärke und unerklärlich sein Plan, alles für uns Menschen zu opfern.

A.: Gott unser Vater, bleibe bei uns in der Zeit der Hilflosigkeit und Trauer, auf dass wir deinen Plan annehmen und in deinem Sinne unseren Lebensweg gehen.


6. Station: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch

V.: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich
A.: Denn durch dein Heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst

V.: Unfassbar, dem Verstand nicht zugänglich, das normale Maß übersteigend, kaum zu glauben, nicht nachvollziehbar, unbegreiflich, beispiellos...

Jesus quält sich, die Kräfte sind am Ende. Tausende Menschen starren ihn an. Veronika reicht ihm das Schweißtuch.
Ist ihr bewusst, was passieren kann? Ist sie die nächste, die gequält wird? Kennt sie die Konsequenzen? Es ist ihr egal. Unfassbar die Aufopferung. Hauptsache, der Schmerz wird ein wenig erträglicher für Jesus.

Unfassbar: die Woche ist wieder mal total voll. Stress pur. Dies und das muss erledigt werden. Und einem selbst fehlt die Luft zum Atmen vor Arbeit. Doch da ist dieser Mensch, der einem unheimlich viel bedeutet. Ihm geht es nicht gut. Die Zeit ist knapp. Aber es ist eine Kleinigkeit, man selbst empfindet es nicht als so groß. Doch diese Person ist unfassbar dankbar dafür, dankbar dafür, dass es diesen Menschen gibt, der einem das Schweißtuch reicht. Ein Schweißtuch, das Dinge erträglicher macht, Liebe schenkt oder die fehlende Hoffnung. Ein Schweißtuch ist mehr als ein Tuch.

A.: Gott, wir danken dir für Menschen in unserem Leben, die uns ein Schweißtuch reichen. Amen.


9. Station: Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz

V.: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich
A.: Denn durch dein Heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst

V.: Weiter laufen?
Weiter tragen?
Weiter ertragen?- Nein!
Unfassbar diese Schmerzen.
In seinem Kopf nur noch Gedankenfetzen
Er fällt
schon wieder
aufgeschürfte Knie
Schweiß
Schmerzen
Verzweiflung
Spott
Peitschenhiebe
Blut
Geschrei
unfassbar zu sehen
unfassbar zu ertragen
unfassbar für uns
unfassbare Schmerzen
unfassbare Liebe

A.: Herr unser Gott, dein Sohn hat für unsere Sünden diese Schmerzen auf sich genommen, wir danken dir für deine unfassbare Liebe, die wir immer wieder neu erfahren dürfen. Amen.


11. Station: Jesus wird ans Kreuz genagelt

V.: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich
A.: Denn durch dein Heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst

V.: Geraume Zeit halten wir ihn nun schon in der Hand: Einen Nagel!
Eisen, lang, massiv, kalt, glatt, spitz, vielleicht sogar schmerzend oder verletzend.
Nüchtern betrachtet: Das Utensil eines Zimmermanns, für uns alle greifbar! ...fassbar!
Doch betrachten wir jetzt, den Nagel in den Händen, die Station der Kreuzigung Christi:
Schmerz, Hass, Eifer, Eifersucht, Missgunst, Neid!
Mit welcher Wucht, welchem daraus resultierenden Schmerz wird dieser Nagel durch die Hände und Füße Jesu Christi getrieben.
Der angenommene Sohn des Zimmermannes stirbt durch sein eigenes Handwerkszeug. – Skurril! …ungreifbar… unfassbar….unmenschlich!
Wie oft schlage auch ich Menschen ans Kreuz, treibe Nägel durch ihre Gebeine?
Ans Kreuz der Enttäuschung: dann, wenn ich meine Worte und Versprechen nicht halte.
Ans Kreuz der Hilflosigkeit: dann, wenn ich über Sorgen oder Probleme des anderen bewusst hinweg sehe oder sie ohne Anteil zu nehmen ignoriere.
Ans Kreuz der Verleumdung: dann, wenn ich anderen nicht die Wahrheit sage, schlecht über sie rede oder unreflektiert über sie den Stab breche.
Scheinbar alles greifbare, fassbare, lästige Sünden. Aber werden wir durch jede einzelne dieser Kreuzigungen, unfassbarer, gar unmenschlicher?!?

V.: Herr Jesus Christus, durch Deinen von Menschen gewollten, unfassbaren und unmenschlichen Tod am Kreuz und durch Deine Auferstehung gibst Du uns die Chance zu neuer Menschlichkeit. Hilf uns, dieses Gut aufmerksam und verantwortungsvoll zu verwalten und zu leben. Lass uns nicht abdriften in die Unfassbarkeit.
Wir bitten Dich:
A.: Erbarme Dich über uns und über die ganze Welt.


12. Station: Jesus stirbt am Kreuz
V.: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich
A.: Denn durch dein Heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst

- Predigt (Daniel Gewand) -


13. Station: Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt

V.: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich
A.: Denn durch dein Heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst

V.: Auf unfassbar unmenschliche Weise ist Jesus am Kreuz gestorben. Dort oben hing er für seine Familie und für seine Jünger unerreichbar. Nun liegt sein Körper im Schoß seiner Mutter und sie kann ihn noch einmal berühren, um sich von ihrem Sohn zu verabschieden. Doch auch wenn sie den Toten anfassen kann, wird der Tod unfassbar bleiben. Unfassbar, weil Traurigkeit und das Gefühl des Verlustes unser Denken ganz ausfüllen; unfassbar, weil wir nicht wahrhaben möchten, dass wir ohne den Toten weiterleben sollen, ohne die Geborgenheit und das vertraute Gefühl, dass seine Gegenwart uns gab; unfassbar auch, weil der Tod den geliebten Menschen aus der uns bekannten Welt genommen hat und wir nicht nachvollziehen können, was mit ihm geschieht. Wie wichtig sind gerade in dieser Situation des Abschiednehmens Menschen, die einfach nur da sind, zum reden, zum zuhören, zum gemeinsam schweigen. Wie verhalte ich mich? Lasse ich mich auf die Trauernden ein und möchte ich ihnen eine Stütze sein? Oder weiche ich ihnen aus?

A.: Herr Jesus Christus, der Tod ist für uns eine unbegreifliche Trennung. Hilf den Sterbenden und denen, die am Sterbebett ausharren und gib ihnen den Mut und die Kraft zum Abschied nehmen. Bestärke all jene in ihrem Handeln, die Sterbende und Trauernde begleiten, und geh unsere Wege mit uns, dass wir auf dich schauen können und mit deiner Kraft die Welt verwandeln. Amen.


14. Station: Der heilige Leichnam Jesu wird ins Grab gelegt

V.: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich
A.: Denn durch dein Heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst

V.: Nun ist es ganz still geworden. Wenige Getreue tragen den Herrn zu Grab. Die Hoffnung selber steigt nun nieder in die Hoffnungslosigkeit des Grabes. Nun gibt es keine Hoffnungslosigkeit mehr auf Erden. Über diesem Zug liegt ein stiller Friede: der Friede siegreicher Vollendung. Bald kommt die Zeit der Herrlichkeit, denn das Grab ist nicht die letzte Stätte und der Tod nicht das letzte Wort, sondern die Auferstehung und das Leben. „Wenn wir mit Christus leiden und in den Tod gehen, werden wir auch mit ihm auferstehen und verherrlicht werden.“

Es geht also nicht um Tod, sondern um Leben, nicht um Vergänglichkeit, sondern um Vollendung. Jesus, Gottes Sohn, teilt den Tod mit uns und wird so zum Weizenkorn, das stirbt. Äußerlich sieht man nicht, dass aus diesem Tod und diesem Begrabensein neues Leben wächst. Und doch: gesät wird in Schwachheit, auferweckt in Herrlichkeit. Dank sei Gott, der uns den Sieg verheißt, selbst über den Tod – in Jesus Christus. Bin ich bereit, das Sterben, das heißt, das Lassen-können in mein Leben hineinzunehmen? Wird an meinem Leben deutlich, dass es für mich auf Grund der Erlösung, die uns in Christus zuteil geworden ist, keine Vergeblichkeit gibt, sondern dass alles in Hoffnung mündet? Herr, du bist in das Reich des Todes gegangen, um alle Menschen zu erlösen und unseren Tod endgültig zu überwinden. Herr, das Felsengrab, in dem du ruhst, ist nun der Tabernakel; dort darf ich deinen heiligen Leib und dein kostbares Blut anbeten, ja, ich darf durch die uns geschenkte Gnade deiner Erlösung selber dein lebendiger Tempel sein.

A.: Herr, noch ist der Weg zum ewigen Leben eng und die Pforte schmal, du wirst uns retten. Gehe du mit uns den Kreuzweg des Lebens, dann finden wir heim zum Vater. Amen.